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Das Seelenleben der Tiere

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Patient ohne Verfügung

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Eine Empfehlung von Simone Thimm
Für alle, die bei dem Namen von Kessel aufhorchen: Ja, Julie von Kessel ist die Schwester der Schauspielerin Sophie von Kessel. Sie hat sich auf die Bühne des Literaturbetriebs begeben und erzählt in ihrem Debüt Altenstein von einer alten Adelsfamilie, deren Ruhm jedoch verblasst ist.
Gräfin Agnes von Kolberg ist das Familienoberhaupt und entstammt altem, ostpreußischem Adel. Nach dem Krieg bewohnte die Familie zunächst ein Gutshaus in Brandenburg mit großem Anwesen, hat sich dann aber in Westdeutschland in der Nähe der Stadt Bonn niedergelassen. Die einst wohlhabende Familie führte hier ein eher einfaches Leben, auch wenn Agnes von Kolberg ihre Wurzeln nie vergessen hat.
Sie hat ihren Kindern stets eingebläut, dass sie etwas Besonderes aus ihrem Leben machen müssen und beschrieb sich gerne als eine Blume und ihre zehn Kinder als deren Blütenblätter. Die Erwartungen der despotischen Mutter zu erfüllen, fiel vor allem dem jüngsten Sohn Konrad schwer, der seinen Platz im Leben auch als erwachsener Mann noch nicht gefunden hat. Als die Mauer fällt wittert er deshalb seine Chance, an das Leben seines Vaters anzuknüpfen. Er möchte das alte Gutshaus und die Ländereien in Brandenburg wiederbeleben, um an seine adeligen Wurzeln anzuknöpfen.
Konrads Geschwister interessieren sich erst einmal nicht für sein Vorhaben. Anders als er hadern sie nicht mit ihrer Herkunft und dem verblassten Ruhm, während sich Konrad Visitenkarten mit seinem Adelstitel drucken lässt. Er erntet dafür die Häme seiner Schwester, mit der zusammen er sich auf den Weg macht, um den alten Familienbesitz in der ehemaligen DDR zu besichtigen. Doch nach der Wende ist das Gutshaus fast verfallen und die Eigentumsverhältnisse nicht überall geklärt. Die Auffassungen der Geschwister zum Thema Werte und Besitz sind sehr unterschiedlich und bald entsteht ein Streit und die Familie droht auseinanderzubrechen.
Julie von Kessels Vater war im diplomatischen Dienst tätig und ihre Familie musste viel herumreisen. In einem Interview sagt sie, dass durch das ständige Umziehen der Zusammenhalt der Familie eine große Rolle spielte und zu dem wurde, was man als Heimat bezeichnet. In ihrem gelungenen Roman um eine Familie, die ihren Besitz verloren hat, nähert sie sich dem Thema Heimat und Familie und lässt auch die Kindheitserinnerungen der Kriegsgeneration aufleben. Altenstein ist ein gut geschriebener Unterhaltungsroman.

Unser Junitipp!

Eine Empfehlung von Simone Thimm
Verschwindet jemand spurlos, ist es für die Angehörigen schwer mit dem Verlust klarzukommen. Die Engländerin Claire Fuller nimmt in ihrem Roman Eine englische Ehe diesen Plot vorweg, um die Geschichte einer Ehe vom Ende aus zu erzählen. Das Ergebnis ist ein packender Roman über eine Frau, die sich für ihren Mann aufopferte und deren Briefe das einzige sind, was am Ende von ihr übrig bleibt.
Als Ingrid sich als junge Frau in ihren Literaturprofessor Gil Coleman verliebte, stand der begabten jungen Studentin die Welt noch offen. Doch sie wurde von ihm schwanger und entschied sich trotzig für ein Leben an seiner Seite. Er verlor seinen Job an der Uni und zusammen zogen sie an die englische Küste. Schwierige Jahre voller Entbehrungen und Geldsorgen an der Seite des einst liebevollen, jetzt aber meist abwesenden Mannes waren nicht das Leben, das sie sich einmal vorgestellt hatte. Geduldig ertrug sie das Leben in dem kleinen Küstenort, das sie so leichtfertig gegen eine vielversprechende Zukunft in London eingetauscht hatte. Sie ertrug auch ihren fremdgehenden Ehemann, der dann endlich und auch nur mit ihrer Hilfe den ersehnten Bestseller schrieb, der die Familie wenigstens vor der schlimmsten finanziellen Not bewahrte.
Gil wurde zum Skandalautor und sein Name war von nun an bekannt, während Ingrid wie in einem Käfig ein Schattenleben führte.
Doch eine Freiheit ließ sie sich auch von Gil nicht nehmen: Ingrid schwamm oft und leidenschaftlich im Meer, am liebsten weit hinaus, bis sie vom Ufer aus nicht mehr zu sehen war. Wollte Gil es ihr aus Sorge verbieten, tat sie es heimlich in den frühen Morgenstunden. Und Ingrid schrieb in schlaflosen Nächten Briefe an Gil. Alles, was sie ihm nicht sagen konnte oder wollte, stand darin und sie versteckte diese Zeugnisse ihres Lebens in seinen Büchern. Als Ingrid eines Tages spurlos verschwand, blieben Gil und die beiden Töchter ratlos zurück.
Jetzt, fast zwölf Jahre später, glaubt Gil, seine Frau auf der Straße erkannt zu haben.
Die Ereignisse überschlagen sich, er erleidet einen Unfall und seine beiden erwachsenen Töchter reisen an. Vor allem Flora, die jüngere der beiden Schwestern, hat unter dem Verschwinden der Mutter gelitten. Sie beginnt noch einmal mit Nachforschungen, ohne zu wissen, dass sie nur die Bücher aufschlagen müsste, um alles über das Leben dieser rätselhaften Frau, die ihre Mutter war, zu erfahren.
Diese auf zwei Zeitebenen erzählte Geschichte, ist ein sprachlich guter, feinsinniger Roman über eine Ehefrau, die sich für die Familie aufopfert und die Geschichte einer Tochter, die ihrer Mutter ähnlicher ist, als sie wahrhaben will.

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